Dark Eden (Oil-sand at Fort McMurray)

Personal statement

Das Team (Buch und Regie, Kamera und Schnitt) von Dark Eden wurde mit Grimme-Preisen unter der Kategorie Information und Kultur ausgezeichnet!

Grimme Institut:
„Der Dokumentarfilm „Dark Eden“ (Made in Germany Filmproduktion für ZDF/3sat) thematisiert die Umweltverbrechen des 21. Jahrhunderts am Beispiel der kanadischen Ölgewinnung. Michael David Beamish, der bei den Dreharbeiten zum Co-Regisseur wurde und an den Folgen der Umweltkatastrophe erkrankte, erhält gemeinsam mit Jasmin Herold den Grimme-Preis für Buch und Regie. Andreas Köhler (Kamera) und Martin Kayser Landwehr (Schnitt) werden ebenfalls ausgezeichnet.“ Danke für die Juroren des Grimme Instituts!

Es ist eine Ehre, dass wir diese Auszeichnung erhalten haben und die Aufmerksamkeit nun vermehrt auf die massiven Umweltprobleme durch unseren Lifestyle gelenkt wird!

Menschen, Tiere und unsere Mutter Erde, die so intensiv betroffen sind, sind die „Jetzt-geht’s-um-Alles“-Hauptleidtragenden.  Nun erfährt die Welt von den Ölgewinnungs-Verbrechen ein wenig mehr. Gewidmet ist dieser Film auch diesen Menschen, die diese körperliche Leiden aushalten müssen und die unter Umständen Ähnliches erfahren wie Michael Blemish, der Co-Regisseur.

Vielen Dank für das Vertrauen von  Melanie Andernach, die das Projekt an mich herangebracht und Freiraum geschaffen hat – finanziell und mental – sodass ich den Film mit meinem geliebten Team kreativ zusammenbauen konnten.

Besonders bedanken will ich mich bei Jasmin und Michael für ihr Vertrauen, nicht nur ihr reichhaltiges Kontingent an Filmstücken, gedreht über vier Jahre, in meine Hände zu legen, sondern vor allem den Schmerz zu teilen, der unweigerlich mit diesem Projekt einhergegangen ist und geht.

Diese Dokumentation basiert auf der Brücke des Vertrauens und des Willens, sich mit den filmischen Mitteln auf vielen verschiedenen Ebenen auszudrücken um ein Bild des notwendigen Schreckens, der Dringlichkeit und auch der Hoffnung an Andere weiterzutragen.

Meiner Frau danke ich von ganzem Herzen für ihre stete Bereitschaft den anstrengenden Filmeditor–Alltag  mitzutragen.

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Statement des Grimme Instituts:

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“56. Grimme-Preis 2020

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Dark Eden

(Made in Germany Filmproduktion für ZDF/3sat)

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Grimme-Preis an:

Michael David Beamish (Buch/Regie)

Jasmin Herold (Buch/Regie)

Andreas Köhler (Kamera)

Martin Kayser Landwehr (Schnitt)

 

Erstausstrahlung: 3sat, Montag, 09. Dezember 2019, 22.25 Uhr

 

Produktion: Made in Germany für ZDF/3sat

Sendelänge: 89 Min.

Inhalt

„Dark Eden“ ist eine Langzeitbetrachtung des aktuell größten Industrieprojekts der Erde. Auf einer Fläche etwa so groß wie England wird im Norden Kanadas Fracking betrieben: Öl wird Sandmassen abgetrotzt, extreme Eingriffe in die Landschaft ermöglichen die Förderung. Menschen vieler Nationen kommen hierher, verdienen ein Vielfaches im Vergleich zum Lohn in ihren Heimatländern. So hat die unwirtliche Region etwas von einem gewaltigen Goldgräber-Areal. Die prosperierende Industrie ruft auch Gegner auf den Plan. Es sind Umweltaktivisten, aber auch Menschen, die konkret um ihre Gesundheit fürchten oder ihr traditionelles Leben in Gefahr sehen.

Ebenfalls als Zugereiste, zugleich als persönlich Betroffene, erzählt Jasmin Herold von jener Welt, die sie „Dark Eden“ nennt. Sie lässt Gewinner zu Wort kommen, aber auch Menschen, die sich als Opfer des Booms empfinden. Auch Herolds Privatleben erfährt durch Aufstieg und Fall von Fort McMurray eine schicksalhafte Wendung.

Herolds Film ist keine wissenschaftliche Aufarbeitung der umstrittenen Rohstoffgewinnung. Er ist ein vielstimmiges Mosaik, das flammende Anwälte und unerbittliche Ankläger von Fracking sprechen lässt, unkommentiert -– wie Herolds Bilder einer durch den Menschen vermutlich unumkehrbar veränderten Natur.

Stab

Buch/Regie: Jasmin Herold, Michael David Beamish

Kamera: Andreas Köhler

Schnitt: Martin Kayser Landwehr

Ton: Ansgar Frerich

Musik: Markus Aust

Darstellung: Olga Hoormann, Markus Hoormann, Robbie Picard, Barnabas Maria Akech, Kerry Hammond, Stuart Mennigke, Cynthia Tomlinson, Arianna Tomlinson, Bryan Laboucan, Nick Fee, Mary Whitford, Rod Debolt

Redaktion: Nicole Baum (ZDF/3sat)

Begründung der Jury

Ein langer Umweg führte die Filmemacherin Jasmin Herold zu ihrem Thema. Sie arbeitet in einem kanadischen Obdachlosenheim, als sie von Fort McMurray hört. Ihre Klientel im Heim sind Loser dieses enormen Öl-Booms, der für die einen nie gekannten Wohlstand symbolisiert, für die anderen finanziellen Ruin bedeutet oder ökologische Apokalypse. Jahre später reist Herold ins Zentrum des „Frackings“, verliebt sich, wird Teil der Geschichte jenes düsteren Paradieses, von dem sie erzählen will.

Dies ist kein Film im Stil einer distanzierten Öko-Reportage, die Legionen Wissenschaftler vor die Kamera holt, Sprecher von Ölkonzernen und Umweltpolitiker. „Dark Eden“ ist kein flotter Fakten-Check. Im Gegenteil: ein langer, ruhiger Blick grundiert die Erzählung. Jasmin Herold und Michael Beamish (der Mann, den Herold bei ihrer Recherche kennenlernt und der, wie auch andere in der Region, schwer erkrankt) sind auf ihre Weise Betroffene. Zugleich geben sie ihrer Geschichte viele, überaus unterschiedliche Gesichter. Auf ein und dasselbe Thema blicken wir mit der Verve euphorischer Fans, mit dem Phlegma gleichgültiger Wohlstandsimmigranten, dem Furor erbitterter Gegner und der Verzweiflung entkräfteter Verlierer.

Die Nähe, die dieser beeindruckend fotografierte Film zu seinen Figuren gewinnt, zeitigt nie Voyeurismus. „Dark Eden“ ist ein eindringlicher Beitrag über eine menschengemachte Katastrophe – und darum sind Menschen sein Mittelpunkt: Es sind die selbstgefällige Maklerin und der gewissensgeplagte Priester, der dankbare Aufsteiger aus Deutschland und der mit den Scheuklappen des Fanatismus ausgerüstete Fracking-Befürworter. Den Film vor allem als Porträt- und Charakterstudie zu gestalten, schenkt ihm eine fesselnde, mitunter gar unterhaltsame, ja heiter-schwarze Dramaturgie – und dem Betrachter zugleich immer wieder die Chance, selbst zweifelhafteste Positionen und Haltungen zu verstehen. Wollen wir käuflich werden oder arm bleiben? Ab welchem Jahresgehalt schließt ein Mensch die Augen vor der selbst herbeigeführten Zerstörung?

Dass der Schauplatz dieses Sündenfalls nicht irgendein schwer fassbarer Schurkenstaat ist, sondern mit Kanada ein vermeintliches Musterland unter den Nationen der Welt, schärft die Brisanz des Beobachteten. „Dark Eden“ ist ein listiger Titel. Das Alte Testament beschreibt, wie der Mensch das Paradies verlässt. Er wird von Gott verstoßen aus dem Garten Eden – erst danach tritt Leid und Schmerz in sein Leben. Jasmin Herolds Film erzählt, wie sehr wir diese Anordnung pervertieren. Der Mensch ist es, der die Natur verstoßen hat; sie störte unser Eden. Unser neues Paradies siedelt nicht nah am Abgrund. Viel schlimmer: Es fußt darauf.”

Dark Eden Trailer 👈🏻

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New 2020, January

Nomination for the

Adolf Grimme Award  

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Die weiter hochaktuellen gesellschaftspolitischen Themen Flucht und Migration, Rechtsextremismus, gesellschaftliche Ungleichheit, Klimawandel und ein unter Druck stehendes Europa fanden auch in diesem Jahr in besonderem Maße im Bereich Information & Kultur ihren Niederschlag. “Auch viele Beiträge zum dreißigjährigen Jubiläum des Mauerfalls prägten das dokumentarische Fernsehjahr 2019. 23 Beiträge und Einzelleistungen wurden nominiert, darunter „Lucica und ihre Kinder“ (B’Braun Filmproduktion für ZDF/3sat), „Draußen“ (unafilm für WDR/ARTE), „Die Story im Ersten: Tote auf der Balkanroute“ (BR) und der Dokumentarfilm „Dark Eden“ (MADE IN GERMANY Filmproduktion für ZDF/3sat), der anhand des kanadischen Fort McMurrays den existenziellen Preis der fossilen Energie aufzeigt.”

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.The Grimme-Preis (“Grimme Award”; and, prior to 2011: Adolf-Grimme-Preis) is a television award and one of the most prestigious awards for German television.[1] It is named after the first general director of Nordwestdeutscher Rundfunk, Adolf Grimme.[2] It has been referred to in Kino as the “German TV Oscar”.[3] (Wikipedia)

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New 2020, January

Prenomination for the:

Deutscher Filmpreis

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The Deutscher Filmpreis (German Film Awards, also called Lola Awards) is an annual German awards ceremony honouring cinematic achievements in the German film business. It is the most important German movie award and the most highly endowed German cultural award with cash prizes totalling about three million euros.

From 1951 to 2004 it was awarded by a commission, but since 2005 the award has been organized by the German Film Academy (Deutsche Filmakademie). The Federal Commissioner for Cultural and Media Affairs has been responsible for the administration of the prize since 1999. The awards ceremony is traditionally held in Berlin. Since 2017, Pantaflix became the official partner of the German Film Awards. [1]

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Win: Promotional Award

SWR Doku Festival – German Documentry Award
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Die Jury des Deutschen Dokumentarfilmpreises hat gestern, 6. Mai 2019, in Stuttgart getagt. Aus 138 Einsendungen kamen zwölf Produktionen in die engere Auswahl für den Hauptpreis, fünf Filme wurden zusätzlich von einer Fachjury für den Preis der Opus GmbH vorgeschlagen. Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird am 28. Juni in Stuttgart verliehen. Das SWR Doku Festival findet vom 26. bis 29. Juni 2019 in Stuttgart statt.“
 
Deutschland 2018; 80 Min.; Buch und Regie Jasmine Herold, Michael David Beamish; Produktion Made in Germany Filmproduktion, Melanie Andernach; TV, Filmförderung ZDF, 3sat, Kuratorium junger deutscher Film, Film-und Medienstiftung NRW, MDM Förderung, DFFF, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen | mehr
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“Dark Eden” gewinnt den Förderpreis des Hauses des Dokumentarfilms

Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis des HDF geht an “Dark Eden” von Jasmine Herold und Michael David Beamish. Wie hoch ist der Preis für ein besseres Leben? Auf ihrer Reise nach einer Antwort auf diese Frage verschlägt es die Regisseurin an den Ort Fort McMurray, der im hohen Norden Kanadas liegt. Hier befindet sich das größte Industrieprojekt und eines der letzten Ölvorkommen der Welt. Menschen aus der ganzen Welt kommen hierher, um auf Kosten der Umwelt astronomisch hohe Geldsummen zu verdienen. Doch Film und Realität vermischen sich plötzlich und die Regisseurin muss sich ihrem eigenen persönlichen Alptraum stellen. Die Jurybegründung: „Empathisch nähert sich Herold ihren Protagonisten und lässt Profiteure, Anwohner und Arbeiter zu Wort kommen, ohne zu werten. Dramaturgisch geschickt wird eine einzigartige, berührende Geschichte erzählt, in der das persönliche Schicksal des Regie-Paares mit dem globalen Problem gekonnt verwoben wird. Das rüttelt uns auf und lässt ein unfassbares Dilemma sichtbar werden, das uns alle angeht.”
“Dark Eden”, Deutschland 2018, 80 Min. Buch und Regie: Jasmine Herold, Michael David Beamish; Kamera: Andreas Köhler, Montage: Martin Kayser-Landwehr; Ton: Jasmine Herold, Produktion: Made in Germany Filmproduktion GmbH; Koproduktion ZDF, 3sat; Filmförderung: Kuratorium junger deutscher Film, Film- und Medienstiftung NRW, MDM Förderung, DFFF, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

 
 
 
 
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„Dark Eden“ ist ein existenzielles Drama über Segen und Fluch der Erdölgewinnung. Jasmin Herold und Michael Beamish erleben hautnah große Hoffnungen, zerplatzte Träume und eines der größten Umweltverbrechen unserer Zeit. Ihr sehr persönlicher Dokumentarfilm wurde auf dem Internationalen Filmfestival Braunschweig mit dem Green Horizons Award als bester Film zum Thema Nachhaltigkeit ausgezeichnet und erhielt den Artistic Vision Award in den USA.
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Located in northern Canada, Fort McMurray is home of the Athabasca Oil Sands, the largest industrial project on the planet. A place of unbridled opportunities where dreams can be fulfilled. Here, people from all over the world pursue their fortunes. DARK EDEN explores the reality behind the dream of a better life. What is lost and what is gained in the pursuit of happiness? And unexpectedly, the films turns out to be a very personal one.

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SYNOPSIS

With vast oil sand resources at its disposal, Fort McMurray expects to produce the biggest annual revenues in Canada because of the oil exploitation. But what price do the people and the environment have to pay for this?.

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Directors: Michael David Beamish, Jasmin Herold

Editing: Martin Kayser Landwehr