360° – GEO Reportage

360-Grad-GEO-Reportage_ScreenLogo_708x398At full length: some of my documentaries in German for the ‘GEO Reportage’ are online. They were originally aired on ARTE.
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Die Minensucher von Kabul

GerCora zerrt an ihrer Leine. Mit der Nase tief über dem Boden, schnüffelt die deutsche Schäferhündin über den kargen Feldboden. Abdul, der afghanische Halter, folgt ihr auf dem Fuß. Plötzlich hält Cora inne, wittert etwas, bellt kurz und setzt sich hin. Sofort bleibt auch Abdul stehen. Jeder weitere Schritt wäre lebensgefährlich. Tief in die Erde gegraben liegt eine vergessene Landmine. Ein falscher Tritt, und sie wird explodieren – nirgendwo sonst auf der Welt liegen derzeit mehr versteckte Sprengkörper als in Afghanistan.
Über 2000 von den Sowjets hinterlassene Landminen hatte die Kompanie von Mario Boer bereits aufgespürt und entschärft, als die USA Afghanistan angriffen. Danach mussten alle Gebiete, die der Berliner Sicherheitsexperte in den letzten drei Jahren zusammen mit dem MDC (Mine Detection Dog Center) geräumt hatte, neu abgesucht werden. Für die Aufgabe, die in den nächsten Jahren auf Boer und seine einheimischen Helfer zukommt, reichen die 180 Minensuchhunde nicht aus. In Afghanistan setzt man große Hoffnung auf die gut trainierten Hunde aus Deutschland. Mario Boer bildet Hunderte Afghanen zu Hundeführern aus und lehrt sie, Welpen innerhalb von 18 Monaten zu Minenspürhunden abzurichten. Sind die Hunde dann so weit, beginnt für sie und ihre Führer eine Sisyphusarbeit: Zentimeter für Zentimeter wird das Gelände abgesucht, die Minen liegen überall. Die Tiere sind sechs Stunden täglich im Einsatz. Haben sie Sprengstoff gerochen, setzten sie sich hin. Das nachfolgende Räumungspersonal gräbt die Minen mit der Hand aus und entschärft sie. Zehn Millionen Minen sollen vor dem 11. September 2001 in Afghanistan vergraben gewesen sein. Jetzt kommen noch Hunderttausende nicht detonierter Streuminen hinzu. Schätzungsweise 15 Jahre wird es dauern, bis Afghanistan von den vergrabenen Gegnern befreit ist.
360° – Die GEO-Reportage begleitet die Minenhundsuchtruppe von Mario Boer bei seiner gefährlichen Arbeit in den Minenfeldern Afghanistans und beobachtet das Training und die Ausbildung der Suchhunde.

PRODUCTION YEAR : 2002, 52 min
DIRECTOR: Jaqueline Steigner
EDITOR: Martin Kayser-Landwehr
Language(s): German,


Die Hightech-Oase

GerEs ist keine Fata Morgana: Mitten in der Al-Kharj-Wüste in Saudi-Arabien ragen 15 Meter hohe Kühltürme der Molkerei Al-Safi aus dem Sand. Hier entstand vor 20 Jahren ein Molkereizentrum der Superlative. Eine Hightech-Oase mit Kühen aus deutscher Zucht, die so viel Milch produzieren, dass sie sogar im Guinness-Buch der Rekorde stehen.
Einheimische nennen den Zufahrtsweg zur Molkerei „Milchstraße“. Täglich verlassen auf ihm Kühltransporter mit 550.000 Liter Milch die Al-Safi-Anlage. Sie ist umgeben von Sand und Staub, in der Nachbarschaft leben Nomadenfamilien mit ihren Herden. Der Milch-Betrieb dagegen ist ein Hightech-Unternehmen: Die 32.000 Kühe werden drei Mal am Tag automatisch gemolken, Computer steuern die Futterausgabe. Damit die Tiere die Hitze ertragen, werden sie permanent mit Wassertropfen eingenebelt. Durch dieses „saubere Doping“ gibt jede Kuh am Tag bis zu 70 Liter Milch. Der technische Aufwand für diese Hochleistung ist enorm: 2.500 Liter Wasser werden für einen Liter Milch verbraucht. Es wird aus zwei Kilometer tiefen Brunnen hochgepumpt und in riesigen Türmen gekühlt. Zusätzlich werden Milliarden Liter Wasser durch Meerwasserentsalzungsanlagen geschleust.
Der 24jährige Saudi Amer Al-Sayari ist Herdenführer bei Al Safi und für die Fütterung vom 350 Kühen verantwortlich. Seit er hier arbeitet, hat sich sein Leben entscheidend geändert. Nicht Allah bestimmt nunmehr den Tagesrhythmus sondern auch die Stechuhr des Milchbetriebs. Somit hat die Vision eines geschäftstüchtigen Scheichs nicht nur die Landschaft Saudi-Arabiens verwandelt, sondern auch Einfluss auf die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung genommen.
„360° – Die GEO – Reportage“ begleitet den Saudi Amer Al-Sayari durch seinen Arbeitsalltag auf der größten Milchfarm der Welt und wirft einen neugierigen Blick auf das unglaubliche Mammutunternehmen inmitten der arabischen Wüste.

PRODUCTION YEAR : 2003, 52 min
DIRECTOR: Jaqueline Steigner
EDITOR: Martin Kayser-Landwehr 
Language(s): German,

Buddhas Kinder im Goldenen Dreieck
Monks of the golden Triangle

Le Triangle de Or et les Enfants de Bouddha

ukFast as the wind a group of young monks gallops through the wild forest in the north of Thailand, close to the border of Burma and Laos. Their monastery is located in the so called “Golden Triangle” a popular location for crime and drug distribution. With their abbot Phra Khru Ba Neau Chai the monks are on their way to the village Hua Mae Kham, where they are about to meet 7 year old Pumbui, a little thief and liar. His parents aren’t able to take care of him properly, which makes the little boy an easy victim for a career in drug dealing. That is why Abbot Phra Khru Ba Neau Chai wants to take the boy to the monastery, to educate him and provide him a better future. As all the kids there, Pumpui will learn about discipline and responsibility.

GerIm wilden Norden Thailands, versteckt im dichten Dschungel, liegt das Kloster „Zum Goldenen Pferd“. Abt Phra Khru Ba Neau Chai lebt dort mit 15 Novizen, die er nach den Lehren Buddhas erzieht und in der Kampfkunst Muay Thai ausbildet. Die Heimat der Mönche ist seit Jahren Schauplatz für Drogenhandel und Kriminalität. Während früher Opium angebaut wurde, wird heute im so genannten „Goldenen Dreieck“ mit chemischen Pillen, sogenannten Yabaa-Pillen, gedealt. Der Handel mit den Drogen bringt gerade für die Bewohner der Grenzregion viele Probleme mit sich. Abt Phra Khru Ba Neau Chai bietet den jungen Mönchen und Bewohnern der umliegenden Bergdörfer eine Perspektive fernab von Drogen und Missbrauch. „360° – Die GEO-Reportage“ begleitet den Abt bei dieser schwierigen Mission…..

PRODUCTION YEAR : 2011, 52 min
DIRECTOR: Therese Engels
EDITOR: Martin Kayser-Landwehr
Language(s): German, English, Arabic, Spanish, French, Dutch, Portuguese, Romanian, Russian


Auf Schlangenfang in Kambodscha
Snake hunt in Cambodia

Les Chasseurs de Serpents du Cambodge

ukIn the rainy season, when the forests around the Tonlé Sap are flooded by water, many families leave their floating villages and set out to hunt water snakes. Up to 7 million water snakes are caught each year. They are cheap food for the hungry crocodiles that are bred in crocodile farms for their skin. But snakes are also dried and eaten by the Cambodians themselves. Fisherman Van Voth has been bringing up his 2 children since his wife died. 12 years ago, he was one the first to discover that snake hunting could be an alternative to fishing. Especially in the rainy season they are an easy catch. Today 50 % of the fishermen also hunt snakes in Tonlé Sap – but meanwhile the number of snakes is declining.

GerIn der Regenzeit, wenn die Wälder entlang des kambodschanischen Tonle Sap Sees im Wasser versinken, verlassen die Fischerfamilien ihre schwimmenden Dörfer. Sie fahren in Paddelbooten hinaus, um mit Treibnetzen eine begehrte Beute zu fangen: Wasserschlangen, die in den überschwemmten Uferzonen des größten Süßwassersees Südostasiens leben. Bis zu sieben Millionen Schlangen werden jährlich hier gefangen. Damit wird die Nachfrage der lokalen Krokodilzuchtfarmen nach billigem Tierfutter gestillt. Dies hat viele Schlangenarten an den Rand des Aussterbens gebracht. Eine bisher kaum beachtete ökologische Katastrophe, die die Fischerfamilien in ihrer Existenz bedroht. 360° – GEO Reportage begleitet eine Schlangenfängerfamilie auf ihrer mehrtägigen Tour durch die Sümpfe und schaut hinter die Kulissen eines florierenden Geschäfts, das schon bald ein Ende haben könnte……

PRODUCTION YEAR : 2011, 52 min
DIRECTOR: Therese Engels
EDITOR: Martin Kayser-Landwehr
Language(s): German, English, Arabic, Spanish, French, Dutch, Portuguese, Romanian, Russian


Das Perlenimperium von Palawan
Palawan’s Pearl Empire

Palawan l Empire des Perles

uk360° GEO- Report visits the Philippine archipelago and observes how long it takes to wrest these precious jewels from nature. It shimmers warm and golden, and has a flawless surface: that’s how the perfect pearl of the ‘Gold-Lip’ oyster, Pinctada Maxima, should look. It is worth several thousands of euros. The precious pearl is only found in one out of every 20,000 oysters. The beauty of the pearl is what prompted the jewellery company Jewelmer to start raising these oysters in the waters around Palawan, in the Philippine archipelago years ago. Pearl farms yield several million euros per year, which can be attributed to meticulous research methods and rigid staffing policies.

GerSie schimmert warm und golden, die Oberfläche ist makellos: So sieht die perfekte Perle der goldlippigen Auster Pinctada Maxima aus. Ihr Wert – mehrere Tausend Euro. In freier Natur findet nur sich in einer von 20.000 Austern eine solche Kostbarkeit. Das Unternehmen Jewelmer hat deshalb vor Jahren angefangen, in den Gewässern des philippinischen Archipels Palawan, diese Austern zu züchten. Bis heute beträgt ihre Ausbeute mehrere Millionen Euro pro Jahr. Diesen Erfolg hat das Unternehmen einer akribischen Forschung und einer rigiden Personalpolitik zu verdanken. 360° – GEO Reportage hat den Archipel besucht und beobachtet, wie lange es dauert, der Natur diese seltenen Kostbarkeiten abzuringen…..

PRODUCTION YEAR : 2011, 52 min
DIRECTOR: Therese Engels
EDITOR: Martin Kayser-Landwehr
Language(s): German, English, Arabic, Spanish, French, Dutch, Portuguese, Romanian, Russian

http://www.youtube.com/watch?v=SjU_67KsPQM[/embedyt]

 


Emeralds Edelkakao
Fine Cocoa from Esmeraldas
Esmeraldas Edelkakao

ukCacao Nacional from Ecuador is also known as “Theobroma Cacao” or “food of the gods”. The pods grow in the remotest regions of the country, including in small villages along the Rio Santiago and the Rio Napo. Theobroma’s distinctive flavor is valued by chocolatiers around the world. The high demand helps cocoa farmers like Lilian and Cleofe develop a new, long-term and more reliable means of subsistence. Cocoa plantations also immensely benefit the environment: cocoa trees grow in mixed species plantations and thereby protect the rainforest. They represent an alternative to palm tree plantations that are highly destructive to the local environment.

GerNur in Ecuador wächst er, der „Cacao Nacional“. Eine edle Kakaosorte, die ihr einzigartiges Aroma dem Anbau mitten im Regenwald verdankt. Wiederentdeckt und kultiviert wird sie von den Kichwa-Indianern in Amazonien und den Afroecuadorianern in Esmeraldas. Der Schweizer Chocolatier Felchlin garantiert den genossenschaftlich organisierten Kakaobauern langfristig die Abnahme zu einem fairen Preis und verfeinert den besonderen Kakao zur Grand Cru Schokolade. Eine echte Alternative zur Massenproduktion, nicht nur für den Gaumen. Denn den ecuadorianischen Bauern sichert der nachhaltige Kakaoanbau so langfristig ein Einkommen. Er ist eine wirkliche Alternative zur Abholzung des Regenwaldes durch die Palmölindustrie, die in dieser Region mit aggressiven Mitteln den Menschen ihr Land und Boden abkauft. 360° – GEO Reportage begleitet die Kakaobauern der Kooperativen Aprocane und Kallari zur Ernte in den dichten Regenwald und ergründet das Geheimnis des „Cacao Nacional“.

PRODUCTION YEAR : 2011, 52 min
DIRECTOR: Therese Engels
EDITOR: Martin Kayser-Landwehr
Language(s): German, English, Arabic, Spanish, French, Dutch, Portuguese, Romanian, Russian

http://www.youtube.com/watch?v=SjU_67KsPQM[/embedyt]